Das Projekt Neue Brücken in die Unendlichkeit verwirklichten folgende Gesellschaften: Kerzenlicht-Konzerte und das Forschungsinstitut für Kommunikation in der Kunst.


Kerzenlicht-Konzerte

Die „Kerzenlicht-Konzerte“ im niederösterreichischen Waldviertel blicken auf mehr als 40 Jahre Geschichte zurück. In den ersten Jahrzehnten war das Renaissanceschloss Rosenburg das Zentrum der Aktivitäten, ab dem Jahre 2009 fanden die Konzerte im Stift Geras statt.

2010 übergab die Gründerin der Serie, Elfriede von Manowarda, die Leitung an den Pianisten und Komponisten Robert Pobitschka, der bereits seit 2003 regelmäßig bei den „Kerzenlicht-Konzerten“ als Künstler engagiert war. Er erweiterte ab 2012 den Radius der Serie und verteilte die Konzerte auf mehrere Orte: Barockschloss Riegersburg, Burg Hardegg, Schloss Greillenstein, Burg und Gertrudskirche in Gars am Kamp, Stadtsaal und Kirche in Waidhofen an der Thaya, Stift Zwettl, Schloss Schrattenthal und weitere, historisch bedeutsame Orte in der Region.

Die „Kerzenlicht-Konzerte“ vermitteln in erster Linie Kammermusik sowie Solokonzerte. Ausdrücklich sieht Intendant Robert Pobitschka in der Saalbeleuchtung durch Kerzen nichts Klischeehaftes oder Äußerliches, sondern eine Vertiefung des seelischen Gehaltes der Musik, mitunter auch eine Verstärkung der Spiritualität, die durch Musik einen Ausdruck finden kann. In diese Richtung wies das erste „Kerzenlicht-Konzert“, das ausschließlich Gregorianischen Chorälen gewidmet war, und das die renommierte Choralschola der Wiener Hofburgkapelle am 10. Juli 2021 in der Schlosskirche von Schrattenthal gab. Vertiefung und Verinnerlichung erfahren die Konzerte auch durch das historische Ambiente der Spielorte.

Zu den weiteren „Highlights“ der jüngeren Vergangenheit zählt das Konzert mit dem Mozarteumorchester Salzburg 2019, in dem – neben Mozart und Grieg – Robert Pobitschkas 2. Klavierkonzert mit ihm selbst als Solisten zu hören war. 2018 und 2019 spielte Franz Bartolomey, Solocellist der Wiener Philharmoniker, alle Suiten für Violoncello solo von Johann Sebastian Bach. Ebenso seit 2018 im Programm ist der Geiger Rainer Küchl, 1. Konzertmeister der Wiener Philharmoniker em. und Solist auf allen großen Bühnen der Welt. In der Saison 2021 interpretierte Küchl gemeinsam mit Robert Pobitschka Johann Sebastian Bachs Sechs Sonaten BWV 1014 bis 1019.

2017 nahmen die „Kerzenlicht-Konzerte“ auch Ausstellungen von Bildern und Skulpturen in ihr Programm auf. Kuratorin ist Francesca Gräfin Pilati – Filo della Torre, die auch Ehrenmitglied der „Kerzenlicht-Konzerte“ ist.

Im Jahr 2021 wurde der surrealistische Film Ab Ovo beendet, der aus dem Leben, den Kunstwerken und den Happenings von Lubo Kristek schöpft. Bei der Realisierung des Films begegneten sich das Forschungsinstitut für Kommunikation in der Kunst und die „Kerzenlicht-Konzerte“, die das von Robert Pobitschka komponierte musikalische Element beitrugen. Die Premiere fand am 04.09.2021 vor dem Kristek-Haus in Brünn statt.

Kommende Konzerte :

Samstag, 27. August 2022, 20.00 Uhr, Schloss Schrattenthal - Schlosskirche, Soirée bei Kerzenlicht,
YOKO SAOTOME-HUBER (Violine), JOHANNES FLIEDER (Viola), WOLFGANG PANHOFER (Violoncello): Johann Sebastian BACH, aus der Suite Nr. 3 C-Dur BWV 1009 für Violoncello solo; Max REGER, Streichtrio a-Moll op. 77 b; Wolfgang Amadeus MOZART, Divertimento Es-Dur KV 563
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Samstag, 24. September 2022, 20.00 Uhr, Gmünd - Palmenhaus, Kammerorchester bei Kerzenlicht,
RAINER KÜCHL, 1. Konzertmeister der Wiener Philharmoniker em. (Leitung & Violine), ROBERT POBITSCHKA (Klavier), Ensemble der Kerzenlicht-Konzerte: Franz LISZT, Grand Duo Concertante (Violine & Klavier); Franz LISZT, "Malediction" (Klavier und Streichorchester); Peter Iljitsch TSCHAIKOVSKY, Serenade für Streichorchester
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Sonntag, 23. Oktober 2022, 16.00 Uhr, Stift Zwettl - Festsaal, Klavier Recital bei Kerzenlicht,
ROBERT POBITSCHKA (Klavier): Robert SCHUMANN, Carnaval op. 9 und andere Werke
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Forschungsinstitut für Kommunikation in der Kunst

Das Forschungsinstitut für Kommunikation in der Kunst will eine Brücke zwischen Kunst und Wissenschaft sein.

Es befasst sich mit der praktischen Erforschung der Kommunikation in der Kunst vor Ort, wobei es sich vor allem bemüht, zwischenmenschliche Barrieren zu überbrücken und rigide gedankliche Stereotype abzubauen.

Die Gesellschaft realisiert weiter Projekte für die Entstehung und Platzierung von Kunstwerken an der Öffentlichkeit, befasst sich mit der Forschung und Veröffentlichung von bisher wenig beschriebenen Richtungen und Persönlichkeiten in der Kunst durch eine gemeinnützige Publikationstätigkeit.